Schritt zurück
Ladies and Gentlemen, please take notice of the emergencie exits and make sure your seatbelts are fastened. Your journey back in time is about to commence. If you did not book this - tough sh*t, no refunds...
1) Bin am Montag, den 21. August Abends kurz nach 9 in Dublin am Flughafen angekommen. Flug mit AerLingus war angenehm, die Uniformen der Flugbegleiterinnen waren sehr grün. Isaac's Hostel für die Nacht, von Dublin nicht so viel mitbekommen. Viele niedrige Brücken und auch Eisenbahnbrücken, die über der Straße verlaufen. Die Häuser wachsen fröhlich drumrum und es tropft... auch wenn es nicht regnet...
Der Fluss riecht mehr nach Kläranlage als nach Fluss, aber viel mehr Zeit war für Impressionen von Dublin nicht. Ab in den Bus nach Galway.
2) Nach über 4 Stunden Busfahrt bin ich Dienstags gegen 1 in Galway angekommen. Sarah hat mich am Tourist Office abgeholt und wir haben dann erstmal meine Sachen im Hostel abgeladen. Sleepzone ist sehr zu empfehlen.
Die Wohnungssuche war allerdings sehr frustrierend. Hab Dienstag gleich noch telefoniert (Liste vom Accomodation Office) konnte aber erst Termine für Samstag bzw. Montag kriegen. Am Mittwoch dann den Anzeigenteil vom Advertiser geholt. Hatte noch den Tipp bekommen, dass der auch an der Student's Union verteilt wird, musste also nicht mit hunderten anderen am Ärschqueer anstehen. Leider hat das aber auch nicht geholfen. Beim ersten haus war ich sozusagen ein paar Meter zu spät - bin zwei Iren hinterher gelaufen. Hätte das Haus aber sonst auch nicht gefunden... Straßenschilder gibt es nicht. Da liegt mal ein Stein an der Ecke rum und der bezeichnet dann halt das ganze Gebiet. Und die Hausnummern werden auch jede Woche neu ausgewürfelt... Naja, da die Iren als erste da waren war das Haus halt gleich weg. Und alles was ich danach schon geplant hatte bzw. wo ich angerufen hab war schon weg.
Von da an hab ich mich an der Liste des Accommodation Office festgehalten. Die Leute dort waren auch sehr nett und die Dame kannte mich auch schon als ich wieder mal da war und wusste was ich suche...
Ich war ja sehr froh, dass Conny dann auch da war und wir haben uns auch noch ein paar Sachen angeschaut, aber teuer war alles. Und weit draußen... und dann wird man wieder nicht zurück gerufen... oder man kriegt es auf einmal doch nicht...
es gibt auch "clean houses - no parties" - aber wenn die dann genausoviel kosten wie was in Stadt, dann nimmt man halt auch das...
3) Zufall und Glück
Conny hatte mir noch bevor wir nach Galway sind noch erzählt, dass sie gehört hat, dass in Salthill draußen mal ein ehemaliges Kutschhause eines Anwesens an ausländische Studenten vermietet wurde. Leider wussten wir nicht viel mehr... Er heißt Barney, das Haus "Lios Gorn" und das war's dann. Haben dann noch rausgefunden, dass das auf der Rockbarton Road sein muss. Nachdem wir also am Mittwoch ganz frustriert waren sind wir mit dem Bus da raus gefahren und haben versucht das zu finden.
Zu unserer Überraschung war das haus auch gleich ziemlich am Anfang von der Straße, nicht weit von der Küste. Unten Hecken, ein elektrisches Tor, das Haus erhaben auf nem Hügel, etwas weiter oben an der Kiesauffahrt, mit nem teuren Auto davor. Da traut man sich kaum klingeln... es hat dann auch nur gekratzt in der Sprechanlage und auf einmal ging das Tor auf. Da sich kein böse kläffender Kampfhund angeküpndigt hat sind wir halt mal hoch gelaufen. Eine Runde um den Bentley, die Haustür war auf - keiner da. "Hello"... und dann kam er. Barry (wie sich später herausstellen sollte), ein edel gekleideter mittelalter Mann im edlen Anzug, graues Haar und je einer offenen Tüte Milch und O-Saft in der Hand...
Wir haben dann erklärt warum wir da sind und mussten erfahren, dass dieses Kutschhaus seit 3 Jahren nicht mehr vermietet wird. Dann kam noch Jenny mit an die Tür. Was sie ist wissen wir nicht wirklich - vermuteten zunächst Frau, Freundin, Liebhaberin... wer weiß
Auf jeden Fall meinte Barry dann sie hätten doch da was... und Jenny wollte uns am nächsten Tag eine 2Zimmerwohnung in der Stadt zeigen.
Das hatten dann leider auch erst am Freitag funktioniert... aber immerhin.
Schöne Wohnung über einem Pub namens Sally Longs.

Nicht zu klein, unten gleich Küche, schönes Wohnzimmer mit roten Wänden und schwarzen, neuen Ledermöbeln. Oben zwei Schlafzimmer und ein kleines Bad. Reicht. Teuer? Naja, eigentlich schon. Wir haben's uns mal "zurücklegen lassen" bis Samstag, war das erste was wir gefunden hatten was wir auch tatsächlich hätten haben können (abgesehen von dem einen Haus in Devon Mews, was aber ein bißchen creepy war, meiner Ansicht nach - und sehr weit draußen).
Samstag dann noch ein Haus angeschaut, aber das hätte zu viert genausoviel gekostet wie das Sally's Apartment zu zweit, nur das Haus war halt ziemlich weit draußen. Somit haben Conny und ich uns entschieden in die Sally zu ziehen, in der Stadt.
Eine Entscheidung, die ich nicht bereue.
Ein Spezifikum ist u.a. die Wand des Pubs, die ständig von Leuten fotografiert wird:

Konnten leider erst am Montag einziehen, aber wir hatten endlich was.
Aber erstmal auch jede Menge Arbeit...
Die Iren, wenn sie ausziehen, packen nämlich grad ihre Sachen (oder auch nicht) und hauen ab. Geputzt haben die Leute wohl ein ganzes Jahr nicht... somit mussten wir das erstmal übernehmen. In der Spüle stand Geschirr, das noch gespült werden wollte... Jede Menge Müll und "unsichtbarer Dreck"... Mit dem frisch gekauften Mop kam ich keine zwei Meter weit auf dem Boden, so hat das gebremst vor Dreck... Haben bis in die Nacht geputzt.
Mit dem Eisfach im Kühlschrank hätte man die Titanic versenken können, siehe hier:

Was ich unter meinem Bett gefunden habe wage ich hier nicht zu beschreiben. Es könnten allerdings Studenten hier gewohnt haben, die sich die, von so vielen Autoritäten der Uni geäußerten, Hinweise zum Safer Sex tatsächlich zu Herzen genommen haben...
Meine Exkursion in die Eiszeit wurde jedoch belohnt... ich konnte ein Artefakt sicherstellen, das von nicht unerheblichem Wert ist:

Als wir dann endlich mit Putzen fertig waren fühlten wir uns nicht nur erschöpft, sonder waren auch erleichtert und befreit. Endlich hatten wir ein Stück Sicherheit, Gewissheit, etwas das uns so schnell keiner mehr nehmen konnte. Zumindest das Thema Wohnung konnte abgehakt werden.
1) Bin am Montag, den 21. August Abends kurz nach 9 in Dublin am Flughafen angekommen. Flug mit AerLingus war angenehm, die Uniformen der Flugbegleiterinnen waren sehr grün. Isaac's Hostel für die Nacht, von Dublin nicht so viel mitbekommen. Viele niedrige Brücken und auch Eisenbahnbrücken, die über der Straße verlaufen. Die Häuser wachsen fröhlich drumrum und es tropft... auch wenn es nicht regnet...
Der Fluss riecht mehr nach Kläranlage als nach Fluss, aber viel mehr Zeit war für Impressionen von Dublin nicht. Ab in den Bus nach Galway.
2) Nach über 4 Stunden Busfahrt bin ich Dienstags gegen 1 in Galway angekommen. Sarah hat mich am Tourist Office abgeholt und wir haben dann erstmal meine Sachen im Hostel abgeladen. Sleepzone ist sehr zu empfehlen.
Die Wohnungssuche war allerdings sehr frustrierend. Hab Dienstag gleich noch telefoniert (Liste vom Accomodation Office) konnte aber erst Termine für Samstag bzw. Montag kriegen. Am Mittwoch dann den Anzeigenteil vom Advertiser geholt. Hatte noch den Tipp bekommen, dass der auch an der Student's Union verteilt wird, musste also nicht mit hunderten anderen am Ärschqueer anstehen. Leider hat das aber auch nicht geholfen. Beim ersten haus war ich sozusagen ein paar Meter zu spät - bin zwei Iren hinterher gelaufen. Hätte das Haus aber sonst auch nicht gefunden... Straßenschilder gibt es nicht. Da liegt mal ein Stein an der Ecke rum und der bezeichnet dann halt das ganze Gebiet. Und die Hausnummern werden auch jede Woche neu ausgewürfelt... Naja, da die Iren als erste da waren war das Haus halt gleich weg. Und alles was ich danach schon geplant hatte bzw. wo ich angerufen hab war schon weg.
Von da an hab ich mich an der Liste des Accommodation Office festgehalten. Die Leute dort waren auch sehr nett und die Dame kannte mich auch schon als ich wieder mal da war und wusste was ich suche...
Ich war ja sehr froh, dass Conny dann auch da war und wir haben uns auch noch ein paar Sachen angeschaut, aber teuer war alles. Und weit draußen... und dann wird man wieder nicht zurück gerufen... oder man kriegt es auf einmal doch nicht...
es gibt auch "clean houses - no parties" - aber wenn die dann genausoviel kosten wie was in Stadt, dann nimmt man halt auch das...
3) Zufall und Glück
Conny hatte mir noch bevor wir nach Galway sind noch erzählt, dass sie gehört hat, dass in Salthill draußen mal ein ehemaliges Kutschhause eines Anwesens an ausländische Studenten vermietet wurde. Leider wussten wir nicht viel mehr... Er heißt Barney, das Haus "Lios Gorn" und das war's dann. Haben dann noch rausgefunden, dass das auf der Rockbarton Road sein muss. Nachdem wir also am Mittwoch ganz frustriert waren sind wir mit dem Bus da raus gefahren und haben versucht das zu finden.
Zu unserer Überraschung war das haus auch gleich ziemlich am Anfang von der Straße, nicht weit von der Küste. Unten Hecken, ein elektrisches Tor, das Haus erhaben auf nem Hügel, etwas weiter oben an der Kiesauffahrt, mit nem teuren Auto davor. Da traut man sich kaum klingeln... es hat dann auch nur gekratzt in der Sprechanlage und auf einmal ging das Tor auf. Da sich kein böse kläffender Kampfhund angeküpndigt hat sind wir halt mal hoch gelaufen. Eine Runde um den Bentley, die Haustür war auf - keiner da. "Hello"... und dann kam er. Barry (wie sich später herausstellen sollte), ein edel gekleideter mittelalter Mann im edlen Anzug, graues Haar und je einer offenen Tüte Milch und O-Saft in der Hand...
Wir haben dann erklärt warum wir da sind und mussten erfahren, dass dieses Kutschhaus seit 3 Jahren nicht mehr vermietet wird. Dann kam noch Jenny mit an die Tür. Was sie ist wissen wir nicht wirklich - vermuteten zunächst Frau, Freundin, Liebhaberin... wer weiß
Auf jeden Fall meinte Barry dann sie hätten doch da was... und Jenny wollte uns am nächsten Tag eine 2Zimmerwohnung in der Stadt zeigen.
Das hatten dann leider auch erst am Freitag funktioniert... aber immerhin.
Schöne Wohnung über einem Pub namens Sally Longs.

Nicht zu klein, unten gleich Küche, schönes Wohnzimmer mit roten Wänden und schwarzen, neuen Ledermöbeln. Oben zwei Schlafzimmer und ein kleines Bad. Reicht. Teuer? Naja, eigentlich schon. Wir haben's uns mal "zurücklegen lassen" bis Samstag, war das erste was wir gefunden hatten was wir auch tatsächlich hätten haben können (abgesehen von dem einen Haus in Devon Mews, was aber ein bißchen creepy war, meiner Ansicht nach - und sehr weit draußen).
Samstag dann noch ein Haus angeschaut, aber das hätte zu viert genausoviel gekostet wie das Sally's Apartment zu zweit, nur das Haus war halt ziemlich weit draußen. Somit haben Conny und ich uns entschieden in die Sally zu ziehen, in der Stadt.
Eine Entscheidung, die ich nicht bereue.
Ein Spezifikum ist u.a. die Wand des Pubs, die ständig von Leuten fotografiert wird:

Konnten leider erst am Montag einziehen, aber wir hatten endlich was.
Aber erstmal auch jede Menge Arbeit...
Die Iren, wenn sie ausziehen, packen nämlich grad ihre Sachen (oder auch nicht) und hauen ab. Geputzt haben die Leute wohl ein ganzes Jahr nicht... somit mussten wir das erstmal übernehmen. In der Spüle stand Geschirr, das noch gespült werden wollte... Jede Menge Müll und "unsichtbarer Dreck"... Mit dem frisch gekauften Mop kam ich keine zwei Meter weit auf dem Boden, so hat das gebremst vor Dreck... Haben bis in die Nacht geputzt.
Mit dem Eisfach im Kühlschrank hätte man die Titanic versenken können, siehe hier:

Was ich unter meinem Bett gefunden habe wage ich hier nicht zu beschreiben. Es könnten allerdings Studenten hier gewohnt haben, die sich die, von so vielen Autoritäten der Uni geäußerten, Hinweise zum Safer Sex tatsächlich zu Herzen genommen haben...
Meine Exkursion in die Eiszeit wurde jedoch belohnt... ich konnte ein Artefakt sicherstellen, das von nicht unerheblichem Wert ist:

Als wir dann endlich mit Putzen fertig waren fühlten wir uns nicht nur erschöpft, sonder waren auch erleichtert und befreit. Endlich hatten wir ein Stück Sicherheit, Gewissheit, etwas das uns so schnell keiner mehr nehmen konnte. Zumindest das Thema Wohnung konnte abgehakt werden.
roisindubh - 5. Sep, 22:34
hm...
aber unsere sally ist natuerlich auch toll. da gibt es bier und fussball. ich mag bier und fussball.
nur unsere nachbarn sind etwas gewoehnungsbeduerftig. in deutschland ist es ja nicht so ueblich, nachts um drei moebel gegen die wand zu schmeissen. aber da gewoehnen wir uns auch noch dran.
-c