Von stummen Chören, Hippie-Hostels und jeder Menge Glory - Halleluja

lange hatte ich keine Zeit mir mal wieder Zeit zu nehmen mich zu sammeln um gesammelt das zu meiner Sammlung an Ereignissen zu legen, die mir hier widerfahren sind...
Erfahren habe ich dafür was sich in der Heimat so tut und als die besuchenderweise angereiste Freundin dann auch wieder abgefahren war musste ich zusehen, dass ich die sich angesammelten Aufgaben erledigt bekomme und nicht damit an die Wand fahre...

Vielleicht sollte ich mit dem Anfang beginnen...
Es war einmal die Cumman na gCór, die Choral Society der Nui Galway. Und weil es da lustige, talentierte und interessante Menschen gibt, die obendrein auch noch singen, bin ich da mal hin - und nicht mehr los gekommen. Gleich angefixt, die kennen da nix!
Und weil man als Chor ja nicht einfach so singt weil man dran Spaß hat sollten wir an einem Wettbewerb zeigen was wir so drauf haben (manche würden sogar noch zeigen was sie drunter haben...)
Konkret: am Wochenende vom 3. bis 5. November waren wir in Sligo zum Choral Festival.
Donnerstags hatten wir unseren ersten Auftritt im Rahmen des "Spirit of Voice" Festival in Galway. Ist gut gelaufen und wir konnten uns schonmal mit den Princeton Katzenjammers vertraut machen, gegen die wir in Sligo antreten würden.
Die schienen auch ganz nett, sind aber halt Professionelle - bis auf den einen, der's tatsächlich geschafft hat während allen Liedern in der Abbey Church in Galway seine Hände in den Hosentaschen zu behalten... *kopfschüttel*

Am Freitag ging's dann also los nach Sligo. Wir hatten zwei Busse, in einem sind die Princetoner mitgefahren. Ich war glücklicherweise im Spaß-Bus wo während er Fahrt hemmungslos gesungen (z.T. auch geprobt) wurde und einfach ne gute Stimmung war. Solch Verhalten gibt es bei richtigen Profis natürlich nicht - im Princeton-Bus wurde kein Wort mehr geredet, man muss sich die Stimme ja schonen für den Auftritt...
Sind kurz vor knapp in Sligo angekommen und die erprobten Chorhasen haben dann - außer Konkurrenz - drei Traditionals zum Besten gegeben. Dindirin, Come Shepherd's Pie *g* und Suil a Ruin (mit der unglaublichen Carla als Solistin) (hinter den Links liegen videos auf youtube!)
Danach dann in die Hostels. Das war so ne Sache... Ganz Sligo war ausgebucht und wir waren aufgeteilt auf zwei Hostels. Ich war mit dem Großteil der Chorleute im Gyreum. Das Ding wird von so ner Hippi-Familie geführt und ist draußen weit hinter dem Arsch der Welt, Sligo, Irland. Und dann waren wir auch noch zuviele Leute sprich zu wenig Betten...
Glücklicherweise hatte JK noch ne Luftmatratze bei auf der ich dann schlafen konnte - im großen common room, doch dazu später mehr.
Auf jeden Fall war ich schon leicht angemufft weil halt alles drunter und drüber ging - man mekrt ich hab mich immer noch nicht an die irische Organisation gewohnt...
Wir (Miriam und Moritz als kleines Deutsch-Grüppchen) haben dann mal gekocht und ich hab dann doch beschlossen mein mitgebrachtes Kostüm überzuwerfen - was dann doch mit dazu beigetragen hat meine Stimmung zu heben.
Nur bitte keine falschen Assoziationen...
Fancy Dress in Sligo
und weil Chorleute ja auch ein bißchen was vom Theater haben nutzten wir die Gelegenheit gleich mal um die vorletzte wie die letzte Versuchung Christi nachzustellen... und Carla hat wirklich alles was man dazu braucht (und setzt es auch ein *fg*)
vorletzte Versuchung...

letzte Versuchung...

Fancy Dress im Gyreum in Sligo

Doch sind wir ja nicht (ausschleßlich) zum Vergnügen nach Sligo gekommen...
Samstags hatten wir dann ja unseren Auftritt in der International Section der Competition.
Doch davor musste erstmal die Nacht rumgebracht werden...
Dieses Gyreum-Hostel hat ja schon was... das Gebäude an sich, der Innenraum. War auch wirklich schön im inneren Kreis um den Ofen zu sitzen und sich zu unterhalten und zu singen... doch da es sich um ein öko-hippi-gebäude handelt musste man sich an gewisse Gegeben- bzw. Gepfolgenheiten dort erstmal anpassen. Klospülung war das erste... nicht zu betätigen wenn man nur gepinkelt hat. Man will ja Wasser sparen. Abgesehen davon hat es sowieso Stunden gedauert bis der Tank wieder voll gelaufen ist, mit 25 Leuten und zwei Toiletten ging das also schonmal gar nicht. Aufs Dach sollte man nicht steigen, naja, is OK. Und Tiere sind auch nicht drinnen erlaubt... unklar bisheute ob das auch für die Hunde und Katzen der Besitzer gilt... als wir die eine Nacht heim kamen saß die Katze auf dem Billiardtisch (der mit nur drei Kugeln nur eingeschränkt zur Unterhaltung beitragen konnte).
Es ward also Nacht und so langsam haben sich die Leute dann doch auch in ihre Betten verkrümelt. Drei mussten eh im großen Raum schlafen auf Betten, die dort von den Hostel-Leuten schon hingerichtet worden waren, und ich, mangels Bett auf Luftmatratze, hab mich da halt auch hingelegt.
In der Nacht wurd's dann kalt. Klar, Feuer geht auch irgendwann aus und sowas wie Heizung ist mir nicht aufgefallen. Blöd nur, wenn man dann mit ner Luftmatratze auf nem kalten Steinboden liegt, denn das Gummiteil wird dann halt auch kalt wie ein Hintern... trotz Schlafsack hab ich die ganze Nacht gefroren wie blöd.
Aber das bringt einen ja nicht gleich um...

Morgens aufgestanden, wieder an die Straße vor gelatscht und gewartet, dass der Bus kommt, mit dem wir dann wieder erstmal ne dreiviertel Stunde nach Sligo rein gefahren sind.
Über Mittag die Mädels angeschaut, die mit drei Stücken bei den "female choirs" noch teilgenommen haben, zwischendurch gegessen, geprobt, nervös geworden und dann war's auch schon soweit, dass wir singen konnten bzw. sollten.

Sligo, kurz vorm Auftritt

Zur Freude (oder zumindest Überraschung) der Leute die uns organisiert und zeitgerecht von Ort zu Ort geführt haben, wurde auch nochmal in der Vorhalle geprobt. Dann noch stundenlang hinter der Bühne warten bis denn der Chor vor uns fertig wurde und dann...
ging alles so schnell rum!
1) Bach - Komm süßer Tod
2) Magic Song - Chant to bring back the Wolves
3) Schleep ;-)
Am Ende wieder Chaos mit Bus und allem, und dann waren die Judges nochnicht fertig damit zu erzählen wie sie denn alle gejudgt haben...
Kurz und knapp - Greg war mal wieder umwerfend ;-P
und gewonnen haben wir nix - vermutlich weil wir uns schon mit jeder Menge glory covern sollten. Egal, ich fand wir waren gut und lagen in der Wertung auch nicht großartig abseits von den anderen Chören (und die Letzten waren wir auch nicht).
Danach dann Party in nem Hotel in Sligo.

Party im Hotel nach der Competition on SLigoNessa und ich auf der Party im Hotel

Dort haben wir dann auch nochmal eines unserer Stücke zum Besten gegeben, den Chant to bring back the wolves:

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Und weil es sich dort um eine Feierlichkeit handelte wurde natürlich viel getrunken und noch mehr gesungen. Hatten alle sehr viel Spaß und unser süßer Leprechaun hat mal wieder nicht aufgehört mich und die anderen zu erstaunen... unglaublich worauf dieser Mann so kommt:

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Achja, und wer sich Greg nochmal anschauen möchte, bzw auch endlich mal anHÖREN, der klicke hier!

Irgendwann mitten in der Nacht sind wir dann wieder zum Hostel raus kutschiert worden wo ich dann gott-sei-dank in ein Bett fallen konnte. Einige sind mit dem Auto schon abgewandert und deswegen waren nun Betten frei. Das war aber auch bitternötig und ich hätte nicht nochmal im Kalten auf der Lufte geschlafen. Sonntags dann beim Aufwachen schon gemerkt, dass was nicht stimmt. Schon angeschlagen durch die Nacht hatte das viele Singen nicht geholfen (insbesondere weil man sich beim Wolf-Song ja doch voll einbringt) und meine Stimme war so gut wie weg und ich hab mich einfach nur krank gefühlt.

Und weil wir ja noch nicht genug Erfahrung mit irischer Organisation hatten kriegten wir nochmal ne gute Ladung von ab: Der Bus der uns abholen sollte hatte schon alle Leute (ca. 15) aus dem Hostel in Sligo geladen. Blöd nur, dass in den Bus selbst nur 30 Leute rein passten - obwohl ein Großer bestellt war.
Soviel ahnten wir dann auch schon als wir an der Straße auf den Bus gewartet haben, aber davon lassen sich Chorleute nicht die Laune vermiesen - und Iren erst Recht nicht... was tut man? SIngt den Breakfast Song...
Dann hat der Busfahrer noch Anstalten gemacht, weil er ja eh nicht zu uns hätte rausfahren sollen... letztlich haben wir dann ein paar Leute irgendwo an ner Tanke abgesetzt wo's trotzdem fast unmöglich für die war ein Taxi zu kriegen (für das die dann auch noch über 300€ bezahlt haben). Und ich saß dann halt im Bus auf der Konsole weil sonst auch kein Platz mehr war und war einfach nur fertig. im Bus auf der Rückfahrt - ko

Princeton hatte ähnliche Probleme... denen hatten wir einen Bus bestellt, damit die pünktlich zum Abflug um 9 in Shannon (Einsatz: Conny) sind. Leider kam der halt erst um 7 an... als die natürlich schon weg waren. Mit zwei Taxis runter geblasen...
Man verlasse sich auf nichts hier in Irland und gewöhne sich recht schnell dran sehr relaxt zu sein wenn was nicht so funktioniert wie es soll.
"Leg halt nen Schwamm drunter"...

Ich hab mir dann erstmal hochpotente Medikamente verschreiben lassen damit ich wieder fit werde.

Trotz allem war es einfach genial!
hirnklatsche - 23. Nov, 20:24

einsatz: conny

Schännen! switch off the tv, do what your mama say!

roisindubh - 24. Nov, 02:56

*hihi*

genau das ;-)

Over the hills so far away

mein Leben in Galway - come by the hills

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